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Netzwerke und Allianzen

Die Schweizer Tourismuswirtschaft verzeichnete 2013 endlich wieder ein Wachstum der Nachfrage. Davon profitierten die Hoteliers sehr unterschiedlich. Gewonnen hat in der abgelaufenen Sommersaison der Städtetourismus (+3,7 %), aber auch der Alpenraum (+3,4 %). Viele Hotelbetriebe befinden sich nicht in den präferierten Grossstädten oder Top-Ferienorten, sondern erdulden die Höhen und Tiefen als durch von externen, unbeeinflussbaren Faktoren erzeugte Umstände. Die durch die Globalisierung diktierten neuen Informationstechnologien, welche Konsum- und Buchungsverhalten der Gäste weitgehend bestimmen, sind ebenfalls aufdiktiert, aber soweit akzeptiert, weil sie die Welt und die potenziellen Gäste noch näher zusammenbringen und die Hoteliers anspornen, den Kundennutzen weiter zu erhöhen.

Kundennutzen erhöhen

Viele 3-Sterne-Hotels, ob in Burgdorf, Bellinzona, Neuenburg oder in Frauenfeld waren jahrelang etabliert und beliebt, und müssen heute mit neuen, sogar oberklassigen Mitbewerbern um Marktanteile streiten. Erneuerungs- und vor allem Ausbauinvestitionen in 3-Sterne-Hotels sind wegen der meistens schwierigen, alten Baustrukturen zu aufwändig und selten ertragswirksam. Die Marktschlagkraft mit 40 oder weniger Zimmern ist schwach, der Wille, Verbindungen mit ähnlich gelagerten Betrieben einzugehen, wäre vorhanden, die Angst vor der einschneidenden Veränderung verzögert aber die Handlung. Wieso also nicht klein beginnen und mit interessanten Geschäftspartnern strategische Geschäftsfälle suchen und ertragswirksame Plattformen schaff en? Ergänzende Angebote könnten im heutigen Markt durch soziale Netzwerke getriebene Interessengruppen ansprechen und dem Hotel einen unverwechselbaren Auftritt ermöglichen. Die Vermarktung über die elektronischen Medien ermöglicht, neue Gäste anzuwerben. Diese können die Angebote vergleichen, Kritik üben und Communities für gemeinsame Interessen und Vorlieben bilden. Die Präferenzierung einer Hotelmarke (Brand) oder eines anders positionierten Hotels lässt gemäss Untersuchungen auf andere gemeinsame Vorlieben schliessen. Ein illustratives Beispiel für ein modernes Hotelkonzept und eine strategische Allianz ist die Zusammenarbeit der aufstrebenden niederländischen Hotelkette CitizenM (www. citizenm.com) mit dem weltbekannten Schweizer Möbelhersteller Vitra. Diese Konstellation erlaubt es, die Einrichtungen situativ zu verändern und einen Showroom unter realen Bedingungen zu schaff en. Diese Zusammenarbeit erzeugt Synergien zwischen den Unternehmungen und schafft Kundennutzen und Kostenvorteile. Was wir daraus lernen können: Die Schaffung von Attraktionspunkten birgt Zündstoff für strategische Geschäftsfelder mit vielfältigen, auch lokalen Partnern.

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Bürgenstock Selection, Obbürgen
Hotel Titlis Palace, Engelberg
Hotel Du Parc, Baden
Swiss Prime Site
Hotel Antares, Zermatt
Hotel Marriott, Zürich
Kantonsspital Graubünden, Chur
Holiday Inn Schindellegi – Zurichsee
Frutt Resort, Melchsee Frutt
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Kameha Grand, Zürich
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